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Vom fröhlichen Anfang

Seit 1950 erklang nach dem unseligen 2. Weltkrieg wieder Musik in Schulzendorf. Ein gemischter Chor setzte die Traditionen aus der Vorkriegszeit fort, ein Blockflöten- und ein Mandolinenorchester bereicherten die kulturelle Vielfalt in Schulzendorf. Bald sollte eine Blaskapelle hinzukommen. Am 1. November 1952 setzten sich der aus Böhmen kommende Flüchtling Franz Wurzinger, der aus Lüdersdorf kommende Maurer Paul Lichtenberg und der nach Schulzendorf versetzte Neulehrer Willi Leue zusammen und gründeten eine Bläsergruppe. Mit drei Musikern besetzt, zog sie abends regelmäßig von Haus zu Haus. Das Repertoire umfasste zunächst drei Titel, der anschließende Getränkekonsum ein Vielfaches davon. Dabei sollte es nicht bleiben.

In der Folgezeit erlernten Schulzendorfer Schüler und auch Erwachsene ein Instrument zu spielen und am 1. Mai 1953 erklang in den frühen Morgenstunden in Schulzendorf das Lied "Der Mai ist gekommen". Der Durchbruch zu einem Blasorchester war geschafft. Von nun an zog auch das Blasorchester von Dorf zu Dorf.

Die schnell erreichte Größe des Orchesters von rund 25 Musikern zwang zu Kompromissen. Als Amateurorchester waren wir auf materielle und finanzielle Unterstützung staatlicher Stellen angewiesen. Als Gegenleistung waren Auftritte zu staatlichen und gesellschaftlichen Veranstaltungen Pflicht.

Da wir nicht auf eine professionelle Arbeit mit wenigen, gut ausgebildeten Solisten setzten, sondern auf regionale Verwurzelung und Freunde am gemeinsamen Musizieren, mussten wir lange um die Anerkennung in Musikerkreisen kämpfen. Das mangelnde Können vieler unserer Musiker ließ sich nicht per Knopfdruck beheben. Der Weg in den nächsten Jahren war deshalb sehr Mühevoll.  Aber die Blaskapelle entwickelte sich beständig weiter.